
Schon wieder Püree? Aber dieses Mal ein ganz anderes. Eines, das ich früher nie angerührt hätte: Püree aus Sellerie. Schon den Geruch mochte ich nicht. Das hat sich mit der Zeit und diesem Püree von zweierlei Sellerie grundlegend geändert.
Wann und wie sich mein Geschmack von ‚abscheulich‘ in ‚kann man essen‘ geändert hat, kann ich nicht mehr sagen. Aber ich meine mich zu erinnern, wann es in Begeisterung umschlug: vor ein paar Jahren, bei einem Kurzurlaub an der Müritz.
Wir waren im Hotel Kleines Meer in Waren. Ich hatte es unter anderem ausgesucht, weil das Restaurant nach einer kreativen Küche, statt nach altbekannten Gerichten klang. Der Besuch im Restaurant hat das bestätigt. Ich hatte ein Gericht mit Fisch bestellt. Der war gut, richtig gut! Aber an genaueres kann ich mich nicht erinnern. Was mich in erster Linie bewogen hat, das Gericht auszuwählen, war das „Selleriepüree von zweierlei Sellerie“. Ich war neugierig, weil ich selbst nie auf die Idee gekommen wäre, aus Sellerie ein Püree zu machen. Dieses Püree ist mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben.
Nach dem Urlaub habe ich einige Male versucht es nachzukochen. Die ersten Versuche waren nur mäßig erfolgreich. Es fehlte an Geschmack und das Verhältnis zwischen Stauden- und Knollensellerie war unausgewogen. Aber jetzt passt es. Die Staudensellerie schafft einen gemüsigen und „bissigen“ Gegensatz zur süßlichen und sämigen Knollensellerie. Ob das Rezept geschmacklich, dem von der Müritz entspricht, kann ich aber nicht mehr sagen.
Zutaten
Zubereitung
Die Knollensellerie schälen und anschließend in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Die Selleriestangen ebenfalls in Würfel schneiden. Den Ingwer fein hacken. Alles in eine feuerfeste Form geben, pfeffern, mit Olivenöl übergießen, alles gut miteinander vermengen und für etwa 1 Stunde bei 180°C (Umluft) in den Ofen stellen.
Das weiche Gemüse aus der Form in einen Topf geben, mit Sahne, Milch und Gemüsebrühe aufgießen und pürieren. Salzen und so lange Gemüsebrühe hinzu geben, bis die Konsistenz stimmt. Mit Muskatnuss würzen und anschließend heiß servieren.
Zutaten
Anweisungen
Die Knollensellerie schälen und anschließend in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Die Selleriestangen ebenfalls in Würfel schneiden. Den Ingwer fein hacken. Alles in eine feuerfeste Form geben, pfeffern, mit Olivenöl übergießen, alles gut miteinander vermengen und für etwa 1 Stunde bei 180°C (Umluft) in den Ofen stellen.
Das weiche Gemüse aus der Form in einen Topf geben, mit Sahne, Milch und Gemüsebrühe aufgießen und pürieren. Salzen und so lange Gemüsebrühe hinzu geben, bis die Konsistenz stimmt. Mit Muskatnuss würzen und anschließend heiß servieren.
Ergänzungen:
Beim letzten Mal habe ich die Zubereitung etwas variiert: statt den Ofen zu verwenden habe ich das Püree im Topf gemacht. Dafür die Knollensellerie zusammen mit Knoblauch in etwas Öl gedünstet und angebräunt. Das führt dazu, dass das Püree zum Schluss eine leicht gelbliche, statt weiße Farbe hat. Was mir aber besonders gut gefallen hat, war ein ergänzendes Stück Ingwer; etwa halb so groß wie der Daumen. Die Hälfte davon habe ich klein gewürfelt und mitgekocht. Die andere Hälfte habe ich in feine Stifte geschnitten und kurz vor Ende des Kochens dazu gegeben.